• Lieder aus dem Gesangbuch der EmK (EM) bzw. Himmelweit (HW).
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Eingangsmusik

Teleman A-Dur Adagio. Thea und Georg Hölscher, EmK Salzburg

Gottesdienstbeginn

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis.“ (2. Korinther 1,3-4)

Auch heute feiern wir unseren Gottesdienst wieder an verschiedenen Orten in unseren Häusern und Wohnungen. Doch wir sind verbunden durch die Liebe, die uns von Gott durch Jesus Christus geschenkt ist. Gottes Liebe trägt, und seine Barmherzigkeit endet nie.

Darum öffnen wir unsere Herzen für die Gegenwart Gottes. Wir tun dies in der Zuversicht, dass Gott uns neue Kraft schenkt und unseren aufgewühlten Herzen Ruhe und Frieden schenkt.

Lied EM 15, 1-2 „Lobe den Herrn, meine Seele…“

+ Gebet

Guter Gott, Schöpfer der Welt.
Ich komme zu dir, wie ich bin. Mit meiner Sehnsucht nach Gemeinschaft. Mit meiner Dankbarkeit für deine Liebe, und mit meinen Sorgen und meiner Angst. Dir vertraue ich mich an. Du bist die Quelle meiner Kraft. Lass mich deine Gegenwart erfahren.

Jesus, mein Bruder.
Ich blicke heute auf dich. Du bist Mensch geworden und hast unser menschliches Dasein geteilt. Du hast uns Menschen bis zum Äußersten geliebt, und hast dich in Liebe für uns hingegeben – auch für mich. Du verstehst mich und kennst meine Not. Deine Liebe ist mein Trost. Deine Auferstehung schenkt mir neuen Mut.

Heilige Geisteskraft, du erneuerst die Welt!
Du verbindest uns und schenkst uns neue Kraft. Und du sendest uns aus, deine Liebe in die Welt zu tragen. Offne meine Augen und mein Herz und zeig mir, wie ich heute anderen ein Zeichen deiner Liebe schenken kann.
Amen

Lied EM 15, 3-4 „Lobe den Herrn, meine Seele…“

+ Psalm 130

Aus der Tiefe rufe ich,
HERR, zu dir. Herr, höre meine Stimme!
Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst –
Herr, wer wird bestehen?
Denn bei dir ist die Vergebung,
dass man dich fürchte.
Ich harre des HERRN, meine Seele harret,
und ich hoffe auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter
auf den Morgen
hoffe Israel auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die
Gnade und viel Erlösung bei ihm.
Und er wird Israel erlösen
aus allen seinen Sünden.

Lutherbibel 1984

Lied 353 „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Musikvideo mit Text)

+ Evangelium Johannes 11, 1-45

Die Auferwecken des Lazarus 

Ein Mann war schwer krank,
Lazarus aus Betanien.
Das ist das Dorf,
in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten.
– Maria war es übrigens,
die Jesus später die Füße mit Öl gesalbt
und mit ihren Haaren abgetrocknet hat.
Der kranke Lazarus war ihr Bruder. –
Die Schwestern ließen Jesus
die Nachricht zukommen:
»Herr, sieh doch!
Dein Freund ist schwer krank!«
Als Jesus das hörte,
sagte er:
»Diese Krankheit führt nicht zum Tod.
Sie soll vielmehr die Herrlichkeit Gottes zeigen.
Denn durch sie soll der Sohn Gottes
zu seiner Herrlichkeit kommen.«
Jesus liebte Marta und ihre Schwester
und ebenso auch Lazarus.
Jesus wusste also,
dass Lazarus schwer krank war.
Trotzdem blieb er noch zwei Tage an dem Ort,
wo er gerade war.
Dann sagte er zu den Jüngern:
»Lasst uns wieder nach Judäa gehen.«
Die Jünger erwiderten:
»Rabbi,
vor Kurzem wollten die Leute in Judäa dich steinigen!
Und du willst wieder dorthin gehen?«
Jesus antwortete:
»Hat der Tag nicht zwölf Stunden?
Wer tagsüber umhergeht,
stolpert nicht,
denn er sieht das Licht, das diese Welt erhellt.
Wer aber bei Nacht umhergeht,
stolpert,
denn er hat kein Licht bei sich.«
Nachdem er dies zu den Jüngern gesagt hatte,
fuhr er fort:
»Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen.
Aber ich gehe hin,
um ihn aufzuwecken.«
Da sagten die Jünger zu ihm:
»Herr, wenn er schläft,
wird er sich erholen.«
Jesus hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen.
Die Jünger dagegen meinten,
es geht um den gewöhnlichen Schlaf.
Da sagte Jesus ganz offen zu ihnen:
»Lazarus ist gestorben.
Und ich freue mich für euch,
dass ich nicht bei ihm war.
Denn dadurch werdet ihr zum Glauben kommen.
Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.«
Thomas, der auch Didymus genannt wird,
sagte zu den anderen Jüngern:
»Kommt, wir gehen mit –
und sterben mit ihm!«

Als Jesus nach Betanien kam,
lag Lazarus schon vier Tage im Grab.
Betanien war nahe bei Jerusalem,
nur ungefähr fünfzehn Stadien entfernt.
Viele Leute aus der Umgebung
waren zu Marta und Maria gekommen.
Sie wollten ihnen in ihrer Trauer
über den Tod ihres Bruders beistehen.
Als Marta hörte,
dass Jesus kam,
ging sie ihm entgegen.
Aber Maria blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus:
»Herr, wenn du hier gewesen wärst,
hätte mein Bruder nicht sterben müssen.
Aber auch jetzt weiß ich:
Alles, worum du Gott bittest,
das wird er dir geben.«
Jesus antwortete ihr:
»Dein Bruder wird vom Tod auferstehen
Marta erwiderte:
»Ich weiß, dass er auferstehen wird –
bei der Auferstehung der Toten am letzten Tag.«
Da sagte Jesus zu ihr:
»Ich bin die Auferstehung und das Leben!
Wer an mich glaubt,
wird leben,
auch wenn er stirbt.
Und wer lebt
und an mich glaubt,
wird niemals sterben –
in Ewigkeit nicht.
Glaubst du das?«
Sie antwortete:
»Ja, Herr, ich glaube fest:
Du bist der Christus,
der Sohn Gottes,
der in diese Welt kommen soll!«

Nachdem Marta das gesagt hatte,
kehrte sie zurück
und rief ihre Schwester Maria.
Leise sagte sie zu ihr:
»Der Lehrer ist da.
Er lässt dich rufen.«
Als Maria das hörte,
stand sie schnell auf
und ging zu Jesus.
Jesus war noch nicht ins Dorf hineingegangen.
Er hielt sich immer noch dort auf,
wo Marta ihn getroffen hatte.
Im Haus waren immer noch die Leute,
die Maria beistehen wollten.
Als sie sahen,
dass Maria aufstand
und schnell hinausging,
folgten sie ihr.
Sie dachten:
»Sie will zum Grab gehen,
um dort zu weinen.«
Maria kam dorthin,
wo Jesus war.
Als sie ihn sah,
fiel sie vor ihm auf die Knie
und sagte:
»Herr, wenn du hier gewesen wärst,
hätte mein Bruder nicht sterben müssen.«
Jesus sah,
wie sie weinte
und wie auch die Leute weinten,
die sie begleiteten.
Da wurde er im Innersten von Zorn ergriffen.
Er fragte:
»Wo ist sein Grab
Sie antworteten:
»Herr, komm und sieh selbst!«
Da brach Jesus in Tränen aus.
Die Leute sagten:
»Seht doch,
wie sehr er ihn geliebt hat!«
Aber einige von ihnen bemerkten:
»Dem Blinden hat er die Augen geöffnet.
Konnte er nicht verhindern,
dass Lazarus stirbt?«

Jetzt wurde Jesus erst recht zornig.
Er ging zum Grab.
Es bestand aus einer Höhle,
vor deren Eingang ein Stein gerollt war.
Jesus sagte:
»Wälzt den Stein weg!«
Marta, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte:
»Herr, er stinkt schon.
Es ist doch schon der vierte Tag.«
Jesus sagte zu ihr:
»Habe ich nicht zu dir gesagt:
Wenn du glaubst,
wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?«
Da wälzten sie endlich den Stein weg.
Jesus blickte zum Himmel empor
und sprach:
»Vater,
ich danke dir,
dass du mich erhört hast.
Ich wusste ja,
dass du mich immer erhörst.
Aber ich sage es wegen der Leute,
die hier stehen.
Sie sollen glauben,
dass du mich gesandt hast.«
Nachdem er das gesagt hatte,
schrie er mit lauter Stimme:
»Lazarus, komm heraus!«
Da kam der Tote heraus.
Seine Füße und seine Hände
waren mit Binden umwickelt
und sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt.
Jesus sagte zu den Leuten:
»Befreit ihn davon
und lasst ihn nach Hause gehen.«
Die Leute, die bei Maria waren,
hatten miterlebt, was Jesus getan hatte.
Daraufhin kamen viele zum Glauben an Jesus.

(Basis Bibel)

Lied EM 571 „Ubi Caritas“ (Musikvideo)

+ Predigt von Pastorin Dorothee Büürma, Salzburg

Liebe Gemeinde,

Ich möchte euch einladen, heute mit mir über Zeichen der Hoffnung in schwierigen Zeiten nachzudenken.

Unser Evangeliumstext für den heutigen Sonntag passt so gut in unsere momentane Situation.

Wir erleben im Detail mit, wie Maria, Martha und Lazarus eine schwere Situation durchleben. Sie sind enge Freunde von Jesus gewesen. Jesus besucht sie mehrmals. Der Text aus Johannes 11 beschreibt, dass Jesus diese Schwestern und ihren Bruder sehr liebte. Seine Liebe ist mit dem griechischen Wort „Philia“ ausgedrückt. Es ist eine familiäre Liebe, durch die Jesus in den engsten Kreis der Familie aufgenommen ist. Die Schranken der Gesellschaft sind hier aufgehoben und selbst die Schwestern, als Frauen, dürfen ganz frei mit Jesus sprechen.

Etwas später im Johannesevangelium wird die innige Freundschaft dieser Familie zu Jesus noch einmal sichtbar werden: auf dem Weg nach Jerusalem, auf seinem Weg zum Kreuz, wird Jesus sie wieder besuchen – und Maria wird ihm die Füße waschen und ihn mit kostbarem Parfüm für seine Bestimmung salben. 

In dieser Freundschaft zu Maria, Martha und Lazarus sehen wir Jesus in seiner Menschheit – und doch sehen besonders diese Freunde auch deutlich die Göttlichkeit Jesu!

In den Versen des heutigen Evangeliumstextes waren Jesus und seine Jünger bereits von einem Besuch bei Lazarus, Martha und Maria abgereist.

Es erreichte sie die Nachricht: Lazarus ist schwer krank. 

Die Schwestern glaubten fest daran, dass Jesus ihren Bruder wieder gesund machen könnte. Sie wollten ihn schnellstmöglich um Hilfe bitten. Doch Jesus brauchte etwas länger bevor er zu ihnen kommt. Er sagte seinen Jüngern unterwegs schon, dass durch seine Verzögerung ein Wunder sichtbar werden würde. Die Jünger waren sich der Gefahr bewusst, die eine erneute Reise nach Bethanien für Jesus bedeutete – er war dort schon bekannt als Unruhe-Stifter und einige Schriftgelehrte würden ihn gern steinigen lassen.
Das war jedoch nicht der Grund für Jesu Zögern. Vielmehr wollte er seinen Jüngern deutlich machen, dass mit Gott auch die hoffnungsloseste Situation sich wenden kann.

Als sie nach Bethanien kamen, erwarteten Martha und später auch Maria sie schon voller Trauer – Lazarus war schon vor vier Tagen gestorben. 

In ihrer Offenheit Jesus gegenüber begrüßten die Schwestern ihn mit den Worten, die auf ihrem Herzen brannten: „Herr, wärst du hier gewesen, so wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Sie drückten damit ihren Glauben und auch ihren Frust aus. Wäre Jesus nur schneller gekommen, dann wäre ihr Bruder noch am Leben. 

Auch in unserer Welt hören wir zur Zeit viele solch existenziellen Fragen:

Wo ist Gott?

Wieso schreitet Gott nicht ein und vermindert so das Leiden?

Was bringt Beten denn eigentlich noch?

Wieso lässt Gott so eine Krise zu?

All diese Fragen habe ich gelesen oder gehört, im Zusammenhang mit der momentanen Covid-19 Pandemie.

Und genau solche Fragen stellten sich auch Martha und Maria am Grab des Lazarus.

Die Geschichte aus dem Johannesevangelium ist sehr ausführlich beschrieben. Durch die vielen Gespräche fühlt man sich ganz nah am Geschehen und ganz nah an den Personen, die da sprechen.

Und die Geschichte ist auch eine Geschichte der Nähe und der Zuwendung – selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht so erscheint.

Jesus war nämlich nicht da. Seine Abwesenheit war das Problem. Denn so viel Glauben hatten die Schwestern aus Bethanien – wenn Jesus bei ihnen gewesen wäre, dann wäre das Schlimme nicht passiert.

Genau in dem Punkt ist auch die Betonung: Jesu Abwesenheit war spürbar. Das menschliche Leiden stand im Vordergrund.
Die Geschichte deutet immer wieder auf die Nähe der Gefahr hin. Es wird die Drohung der Steinigung erwähnt und die Gefahr, die für Jesus und auch für Lazarus von Judäa und Jerusalem ausgeht. Bethanien kommt etwas später wieder vor – als letzter sicherer Ort vor Jesu Einzug nach Jerusalem, der am folgenden Sonntag in den christlichen Kirchen das Thema sein wird. 

Das Sterben des Lazarus hatte einige Menschen nach Bethanien gebracht. Sie waren gekommen um zu trauern. Sie wollten Maria und Martha beistehen.

Die Ankunft von Jesus wendete das Geschehen.

Er, der doch schon wusste, was passieren würde, war wie überwältigt von der Trauer vor Ort. Auch Jesus fiel nieder und weinte bitterlich. Er, der doch wusste, dass es Hoffnung geben würde, auch er fühlte das Leiden und den Schmerz der Trauer. Jesus reagierte zutiefst menschlich. 

Und zeigte dadurch den Schwestern und den anderen Beistehenden eine Möglichkeit mit diesem Leid umzugehen: er betete. Jesus betete nicht für sich selbst oder für Lazarus. Er betete für die Trauernden. Sie sollten Zeichen der Hoffnung entdecken. Sie sollten im Glauben gestärkt werden.

Und dann, am Eingang des Grabes, dort wo nur ein Stein die Welt der Lebenden und die Welt des Toten trennte, – an diesem Ort öffnete Jesus einen Blick in den Übergang zwischen Himmel und Erde. Der Stein wurde zur Seite gerollt und der Weg frei gemacht für den Toten, der zurück ins Leben gerufen wurde. Lazarus kam hervor aus dem Reich des Todes. Er war noch verhüllt und einbalsamiert (und hatte wohl auch den Geruch des Todes getragen) . Jesu Anweisung an ihn war überraschend einfach: nehmt ihm die Binden ab und lasst ihn gehen. Weiter ging er nicht auf Lazarus ein. Weiter geht auch die Geschichte nicht mit dem Blick auf den zum Leben erweckten Lazarus, sondern mit klarem Blick auf das Leben Jesu.

Denn an diesem Punkt der Erzählung kommen sich das Leben und der Tod ganz nahe. Jesus deutet nun schon klar auf seinen Tod und auf die Auferstehung hin, die er selbst hervorbringt. 

Jesus gibt seinen Jüngern und den Geschwistern Zeichen der Hoffnung. Er zeigt ihnen, und uns, dass Gott ein Gott des Lebens ist.
Auch in den unmöglichsten Lebenslagen, kann Gott unsere Realität verwandeln und Neues schaffen.

Das ist auch in Psalm 130, den wir heute als Lesung hatten, schon ausgedrückt.

Der Psalmist befindet sich in einer hoffnungslosen Situation, er beschreibt sich als „in der Tiefe“. Aus seiner Notlage heraus betet er:

„Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir, Herr, höre meine Stimme“ (Verse 1 und 2), „bei dir ist die Vergebung“ (Vers 4), „beim HERRN ist die Gnade, und bei ihm ist Erlösung in Fülle.“ (Vers 7)

Auch in Psalm 130 ist das Vertrauen auf Gott und die Hoffnung, die daraus entsteht, das zentrale Thema. 

Wo finden wir Zeichen der Hoffnung in unserer Welt? Wo sind Gottes Spuren sichtbar auch in einer Situation der globalen Pandemie?

Ich habe solche Zeichen gesehen: beispielsweise durch das selbstlose Geschenk eines italienischen Priesters. Giuseppe Berardelli war an Covid-19 erkrankt und hatte ein Beatmungsgerät geschenkt bekommen. Er schenkte dieses Gerät einem jüngeren Patienten, da die Geräte zur Zeit knapp sind. Der Priester verstarb – aber er schenkte jemandem eine neue Chance zum Leben.

Seine Nächstenliebe drückte sich aus durch das Geschenk des Lebens.

Und für mich ist das ein Zeichen der Liebe Gottes, der die Quelle des Lebens ist.

(im Video der Predigt auf blog.emk.at ist noch ein weiteres Beispiel enthalten)

Dietrich Bonhoeffer, der zur Zeit des 2. Weltkriegs lebte und starb, gab zum Thema des Leids auf der Welt folgende inspirierende Worte:

„Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.“

Als Menschen, in deren Herzen die Liebe Gottes ausgegossen ist, sind wir besonders in Zeiten wie diesen dazu berufen, Gottes Liebe mit den Menschen zu teilen. Zeichen der Liebe Gottes auch im Alltag erscheinen zu lassen.

Und auch in den kleinsten Momenten kann so der Himmel auf unserer Erde ein Stück weit sichtbar sein.

Ich wünsche euch allen zu dieser Zeit eine Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens und Zeichen der Hoffnung, die uns im Leben und im Glauben stärken!

Amen.

Zeichen des Himmels – Pastorin Dorothee Büürma zur Auferweckung des Lazarus

+ Fürbitten

Barmherziger Gott, wir bitten heute für all jene, die in Krankenhäusern oder der Pflege zu Hause tätig sind. Sie sind in diesen Tagen besonders gefordert und gefährdet, zu erkranken. Schenk ihnen Kraft, Besonnenheit und Geduld.

Wir denken in diesen Tagen an alle, die Krank sind oder in Ungewissheit leben. Stärke ihren Körper und ihren Geist und lass sie deine bergende Nähe erfahren.

Wir denken an alle, die unter der Last des Alters oder der Einsamkeit leiden. Lass sie bei dir Trost finden. Öffne unsere Augen, wo wir durch einen Anruf oder eine andere Geste Einsamkeit lindern können.

Wir bitten dich für alle Verantwortungsträger, die in diesen Tagen schwierige Entscheidungen zu treffen haben. Schenk ihnen Weisheit und das rechte Maß.

Und wir bitten für alle, die von Armut und Not betroffen sind. Menschen in Kriegsgebieten, Menschen auf der Flucht, Menschen ohne Obdach oder Heimat. Bewahre uns davor zu vergessen, dass sie gerade in dieser Zeit unsere Solidarität brauchen.

Vater unser

+ Kollekte

Alles, worüber wir verfügen können, kommt aus Gottes Hand. Alles, was wir teilen, ist ein Zeichen des Vertrauens darauf, dass Gott uns weiter trägt. Wir sind dankbar für alle Kollekten, die uns in dieser Zeit per Banküberweisung erreichen. (die Kontonummer der jeweiligen Gemeinde findet sich im Gemeindebrief jeder Gemeinde)

+ Dankgebet

Barmherziger Gott, wir danken für allen Segen, der aus deiner Hand kommt. Schenke uns täglich aufs neue die Gewissheit, dass du uns hältst und trägst uns nichts von deiner Liebe trennen kann. Amen

Lied EM 488 „Bewahre mich Gott, behüte mich Gott“ (Musikvideo)

+ Segen

Gott segne und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.
Amen

Musik Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen (O.Abel)

Nozomi Yoshizawa/Sopran, Katja Scheibenpflug/Alt, Kurt Kempf/Tenor, Michael Schwendinger/ Bariton