Liedandacht zu EM 110

Einmal im Jahr muss es gesungen sein, spätestens nach der Sommersonnenwende: das Sommerlied von Paul Gerhardt (1607-1676) mit der beschwingten und fröhlichen Melodie von August Harder (1775-1813).  Schon die Lebensdaten von Text- und Melodieautor lassen erkennen, dass sie nicht zusammengearbeitet haben können. Wie aber ist dieser beliebte Texte aus dem Gesangbuch zu einer Volksliedmelodie gekommen?

So beliebt, dass es auch vom Rundfunkchor Leipzig während der Corona-Zeit gesungen wurde (man höre auf die profunden Bässe!):

Paul Gerhardt gehört mit 22 Liedtexten zu den am meisten vertretenen Dichtern im methodistischen Gesangbuch. Eine ganze Reihe seiner Lieder gehören zu den bekannten evangelischen Chorälen und in der älteren Generation können manche etliche Strophen dieser Lieder auswendig: „Befiehl du deine Wege“, „Du meine Seele, singe“ oder „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ sind gern gesungene Lob- und Vertrauensliedern. Was wäre die Advents- und Weihnachtszeit ohne „Wie soll ich dich empfangen“, „Ich steh an deiner Krippen hier“ oder „Fröhlich soll mein Herze springen“ oder gar ein Karfreitag ohne „O Haupt, voll Blut und Wunden“?

Häufig werden die Liedtexte Paul Gerhardts mit seinem Lebensschicksal in Verbindung gebracht. Er erlebte den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und seine Folgeerscheinungen mit Hunger und Seuchen in voller Länge mit. Er überlebte sowohl seine Frau als auch alle fünf Kinder bis auf einen Sohn. Wie kann ein Mensch, der von solchen Schlägen getroffen wurde, immer noch so vertrauensvolle Texte schreiben?

Die biographischen Daten, die uns von Paul Gerhardt überliefert sind, lassen sich allerdings so als auch anders interpretieren. Geht man der Frage noch, ob Paul Gerhardt direkt mit Schlachten oder sonstigem Kriegsgeschehen in Verbindung kam, so muss man das mit Nein beantworten. Als sein Geburtsort Gräfenhainichen 1637 von schwedischen Truppen zerstört wurde, war er schon längst Student der Theologie in Wittenberg. Dort hielt er es lange aus. Er war 28 Semester lang inskribiert. Waren es kriegsbedingt Unterbrechungen oder war er einfach ein Bummelstudent? Um 1643 ging Gerhardt nach Berlin, zunächst als Hauslehrer. Berlin war wegen des Kriegs und der damit verbundenen Seuchen wie Pest, Pocken und Ruhr eine entvölkerte Stadt. Sie bot Gerhardt sowohl räumlich als auch beruflich genügend Entfaltungsmöglichkeiten. In dieser Zeit schrieb er seinen ersten Gelegenheitsgedichte zu Hochzeiten und Begräbnissen. Sie zeigen, mit welchen Personen er in Verbindung stand. Es war die gehobene Mittelschicht der Beamten, Juristen und Theologen. Damit hatte der Sohn eines Gastwirts den gesellschaftlichen Aufstieg geschafft.

Es ist dem Musiker Johann Crüger (1598-1662) zu verdanken, dass die anderen Gedichte Gerhardts nicht privat geblieben sind, sondern mit Melodien versehen wurden und in Gesangbüchern erschienen. Das waren zunächst keine Gemeindegesangbücher, die im Gottesdienst verwendet wurden. Das wichtigste, die Praxis Pietatis Melica („Musikalische Übung der Frömmigkeit“), die ab der zweiten Auflage 1647 diesen Namen trug und die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts in fast 50 Auflagen erschien, war für die persönliche Andacht zu Hause gedacht. Die vielen Strophen, für die die Gerhardtlieder bekannt sind, waren also eher zur Meditation alleine oder im häuslichen Kreis als für den Gemeindegesang gedacht. Weil sie aber über die Bewegung des Pietismus im 18. Jahrhundert an Bekanntheit gewannen, wurde sie später in die offiziellen Kirchengesangbücher übernommen.

Zurück zu Paul Gerhardts Lebenslauf: Von 1651 bis 1657 finden wir ihn auf einer Pfarrstelle in Mittenwalde, knappe 40 km südlich von Berlin. Damit war die finanzielle Grundlage gegeben, dass er 1655 heiraten konnte. Anna Maria Berthold hieß die auserwählte und sie war eine der Töchter, wo Gerhardt in Berlin Hauslehrer war. Die Verbindungen nach Berlin blieben in dieser Zeit aufrecht, da nicht nur 1647 in der zweiten Auflage der Praxis Pietatis Melica Lieder von Paul Gerhardt erschienen, sondern auch in der 5. Auflage von 1653 (die Auflagen dazwischen sind nicht erhalten) und zwar 64 neue Texte, darunter auch das Sommerlied. 1657 kehrte Gerhardt wieder nach Berlin zurück als zweiter Diakon an der Nikolaikirche. Zehn Jahre später wird er vom großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688) entlassen. Wie kam es dazu?

Paul Gerhardt wurde als lutherischer Pfarrer ordiniert. Das war die in Brandenburg geltende Konfession. Doch schon der Großvater von Kurfürst Friedrich Wilhelm, Johann Sigismund (1579-1619), wechselte 1613 zum calvinistischen (reformierten) Bekenntnis. Entgegen dem Augsburger Religionsfrieden von 1555, wonach die Bevölkerung eines Landes die Religion des Herrschers anzunehmen hatte (cuius regio, eius religio – wem das Land/die Region gehört, der bestimmt die Religion), durfte die Bevölkerung in Brandenburg lutherisch bleiben, während nur die kurfürstliche Familie und der damit verbundene Hof und seine Beamten das Bekenntnis wechselten. Da es immer wieder zu Konflikten kam, berief Kurfürst Friedrich Wilhelm ab 1662 Religionsgespräche ein, an denen auch Paul Gerhardt teilnahm. Diese scheiterten und schließlich verordnete der Kurfürst ein Toleranzedikt, das alle lutherischen Pfarrer zu unterschreiben hatten. Sie verpflichteten sich damit, jegliche Polemik, z.B. von der Kanzel, gegen die Calvinisten zu unterlassen. Gerhardt hielt letztere – so lässt es sich schriftlich belegen – nicht für Christen, da sie sich vor allem in der Lehre über das Abendmahl von den Lutheranern unterschieden. Er unterschrieb nicht und wurde damit entlassen. Auch eine Eingabe der Berliner Bürger und der Landstände zugunsten des inzwischen berühmt gewordenen Gerhardts half nichts. Der Kurfürst stellte ihn zwar wieder ein, aber Gerhardt zog sich aus eigenen Stücken zurück und wechselte 1669 für seine letzten Lebensjahre auf eine Pfarrstelle ins kursächsische Lübben, wo das reine lutherische Bekenntnis galt. 

Paul Gerhardt – ein unbelehrbarer Sturkopf? Man sollte meinen, dass er aus dem Dreißigjährigen Krieg, der unter anderem auch religiös motiviert war, seine Lehren gezogen hatte. Dem war nicht so. Umso erstaunlicher, dass er mit seinem Sommerlied einen so leichtfüßigen Text geschrieben hat, der auch in reformierten Gemeinden gerne gesungen wird und in deren Gesangbüchern zu finden ist. Erst auf den zweiten Blick lässt sich erkennen, dass es voll lutherischer Theologie steckt, wie der Heidelberger Alttestamentler Jan Christian Gertz auszuführen weiß:

Der Sommer ist ein Bild für die Ewigkeit. Was wir im Sommer alles an Schönem erleben, das ist nur ein Vorgeschmack dessen, was wir in der Ewigkeit erfahren werden. Paul Gerhardt führt in seinem Lied in den ersten sieben Strophen diese Schönheit des Sommers aus. Die Mittelstrophe des Liedes, die achte, greift nach den vorausgehenden Naturbeschreibungen nochmals auf die erste Strophe zurück, die das singende Ich mit einer Selbstaufforderung zur Betrachtung des Sommers einlädt und in das Lob der Schöpfung einstimmt: „Ich selber kann und mag nicht ruhn … ich singe mit, wenn alles singt.“ In den nächsten drei Strophen wechselt die Betrachtungsebene: Von der Schönheit der Erde wird auf die Schönheit des Himmels geschlossen. Die Strophen 9 bis 11 beginnen mit Ausrufen: Ach! Welch! O! und beschreiben die Schönheit der himmlischen Welt, wobei nun nicht mehr nur vom Garten, sondern auch vom Himmelszelt und vom güldnen Schloss, von den singenden Serafim und von Gottes Thron die Rede ist.

Strophe 12 greift wieder auf die Selbstaufforderungen aus Str. 1 und 8 zurück: „mein Herze soll sich fort und fort … zu deinem Lobe neigen.“ Das Lied klingt mit drei bittenden Strophen aus: Hilf mir! (Str. 13), Mach in mir Raum! (Str. 14) und Erwähle mich! (Str. 15). Gott wird darum geben, seinen Segen (Str. 13) zu spenden und seinen Geist (Str. 14) zu senden, damit Wachstum im Glauben geschenkt bleibe. Diese letzten drei Strophen weisen einige Anklänge an Ps 92,13-15 auf. Paul Gerhardt lenkt damit den Blick vom irdischen Sommer in die himmlische Ewigkeit.

Umgekehrt verfährt Johann Walter (um 1496-1570), der enge musikalische Mitarbeiter Martin Luthers und „erste Kantor“, mit seinem Sommerlied „Herzlich tut mich erfreuen / die liebe Sommerzeit …“ (EG 148). Er kommt in der ersten Strophe gleich auf die Ewigkeit zu sprechen: „… wenn Gott wird schön erneuen / alles zur Ewigkeit. / Den Himmel und die Erde / wird Gott neu schaffen gar, / all Kreatur soll werden / ganz herrlich, schön und klar.“ Obwohl das Lied in der ersten Strophe den Sommer erwähnt, ist es unter die Lieder zum Ende des Kirchenjahres eingereiht, denn es erzählt in 33 Strophen (im EG sind noch 9 enthalten) von dem, was wir im Himmel zu erwarten haben: Schönheit; die Patriarchen, Propheten, Märtyrer und Apostel; eine Welt ohne Leid, dafür mit Musik und neuen Liedern; das ewige Abendmahl und Früchte vom Baum des Lebens.

So klingen zwei Strophen aus diesem Lied:

Walters Lied wiederum geht zurück auf ein Volkslied mit dem Anfang „Herzlich tut mich erfreuen / die fröhlich Sommerzeit“ von Bartholomäus Ringwaldt (1532-1599), der 1545 tatsächlich einen Sommertext geschrieben hat. Die Strophen daraus enthalten Lerchen und Nachtigallen, tanzende Meidlein, grünende Wälder, blühende Bäume und Blumen. Doch wer den Sommer nicht genießen kann, „der fall die Stiegen ab“, heißt es etwas derb am Schluss. 

Dass auch in Paul Gerhardts Sommerlied grünende Bäume, Lerchen und Nachtigallen auftreten gehört zum Topos der Bukolik, einer Gattung von Gedichten, die sich auf das Leben von Hirten beziehen und schon in der Antike ihren Leserkreis hatten. In diesen Gedichten wurde die Idylle der Natur beschrieben. Was den griechischen Dichtern die Bukolik war, das war den lateinischen Dichtern der locus amoenus, ein lieblicher Ort, der immer in etwa ähnlicher Weise beschrieben wird: ein Ort im Schatten unter Bäumen, mit frischem, klarem Wasser, duftende Blumen, Vogelgesang oder Bienensummen, manchmal ist auch Obst dabei. Einiges davon finden wir in Paul Gerhardts Lied, aber seine Bilder sind auch von biblischen Bezügen geprägt.

Die Gärten im Sommer erinnern auch an den Garten Eden in 1. Mose 2 (Str. 1). Das Erdreich, das seinen Staub mit grünem Bewuchs deckt, erinnert ebenfalls an die Schöpfungsgeschichte (Str. 2). Es sind zwar keine Lilien auf dem Felde, aber immerhin Narzissen und Tulpen, die schöner sind als die Kleider des Salomo (Matthäus 6,28-29). Dass Gerhardt die Tulpe erwähnt, kann auch am Aufsehen liegen, das diese Blume 1637 in den Niederlanden erregt hat. Die Tulpe ist dort gegen Ende des 16. Jahrhunderts zur Modeblume geworden und es wurden überhöhte Preise dafür bezahlt, sodass es 1637 zu einem Börsencrash kam. Das ist die erste gut dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte. Von den Vögeln in Str. 3 und 4 können die Taube (Hld 2,14) , die Glucke (Matth 23,37), der Storch (Jer 8,7) und die Schwalbe (Ps 84,4) biblisch belegt werden, ebenso Hirsche und Rehe. Die Bilder der fünften und sechsten Strophe kommen den bukolischen Idyllen am nächsten, wobei in der Bibel das Wort Gottes auch als Honigspeise bezeichnet wird (Ps 119,103) und Christus als der Weinstock den Jüngern Kraft gibt, wenn sie mit ihm verbunden bleiben (Joh 15,5). Das alles erinnert auch an die Naturschilderungen von Ps 104, wo der Wein das Herz des Menschen erfreut und das Brot den Menschen stärkt (V15).

Es sind nicht nur die fröhlichen Sommerbilder, die den Reiz dieses Liedes ausmachen. Wer sich die Zeit nimmt, um sich mit der Sprache zu befassen, wird einige Entdeckungen machen. In Str. 7 z.B. spielt Gerhardt mit den Lauten: „Der Weizen wächset mit Gewalt“ oder die vielen ü-Vokale: „darüber jauchzet jung und alt / und rühmt die große Güte / des, der so überfließend labt / … / das menschliche Gemüte.“ Ohne in dieser Strophe Gott zu nennen, ist klar, wer gemeint ist und den Segen spendet. Erst in der nächsten wird er genannt: „des großen Gottes großes Tun“.

Detlev Korsen singt mit guter Sprachqualität die ersten acht Strophen, dieses Mal in freier Natur, nicht in einer Dorfkirche:

Paul Gerhardt lernte in seinen langen Studentenjahren den Gebrauch der deutschen Sprache in der Poetik nach den neuen Regeln der Dichtkunst, wie sie Martin Opitz (1597-1639) im Buch von der Deutschen Poeterey 1624 publiziert hat. Der vermittelnde Lehrer in Wittenberg dafür war August Buchner (1591-1661). Viele Dichter des deutschen Barock gehörten zu seinen Schülern. Die neuen Regeln verlangten nach einer Übereinstimmung von Wort- und Versakzent, legten fest, wie saubere Reime zu gehen haben, sie empfahlen je nach Gattung der Gedichte schmückende Beiworte, z.B. schattenreiche Myrten oder unverdrossne Bienenschar. Damit gehört Paul Gerhardt zur ersten Generation von Kirchenlieddichtern, die diese neuen Regeln gezielt angewendet haben. Das ist meint ein Grund, warum seine Texte große Wirkung entfalten konnten.

Das andere ist die Melodie, wobei es einige Zeit dauerte, bis die Melodie von August Harder zum Text von Paul Gerhardt fand. In der Erstveröffentlichung der Praxis Pietatis Melica von 1653 wies Johann Crüger dem Text eine schon bestehende Melodie zu. Als sein Nachfolger im Kantorenamt, Johann Georg Ebeling  (1637-1676), in den Jahren 1666 und 1667 120 Lieder Paul Gerhardts mit neuen Melodien versah, die mehr für das virtuosere Musizieren im häuslichen Kreis gedacht waren als für den Gemeindegesang, da schrieb er folgende Melodie zum Sommerlied:

Im 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, wurden viele bestehende Liedtexte erheblich verändert und dem Geschmack der Zeit angepasst. Das geschah auch mit dem Sommerlied. Einen neuen Anfang in eine andere Richtung setzte die Liedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von Achim von Arnim  (1781-1831) und Clemens von Brentano (1778-1842), die 1808 erschienen ist. Als einziges von Paul Gerhardts Liedern wurde das Sommerlied mit den Str. 1-3 und 8 in diese Volksliedsammlung aufgenommen. Von nun an taucht das Lied nicht nur in Kirchengesangbüchern, sondern auch in Volksliedsammlungen, unter Wanderliedern und später in Schulgesangbüchern auf.

August Harder, ein Leipziger Komponist, komponierte die Melodie ursprünglich zu einem Liedtext von Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1776): „Die Luft ist blau, das Tal ist grün“. Erst nach seinem Tod wurde sie 1836 vom Organisten Friedrich Heinrich Eickhoff (1807-1880) auf den Text von Paul Gerhardt adaptiert. Dazu musste die vierte Melodiezeile wiederholt und die letzte Textzeile jeder Strophe ebenfalls wiederholt werden. Nicht immer ist die Textwiederholung passend, in der Standard-Strophenauswahl 1-3 und 8 jedoch schon:

Im süddeutschen Raum verbreitete sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Melodie von Johannes Schmidlin (1722-1772), einem Schweizer Pfarrer und Komponisten, die aber nicht in der Schweiz rezipiert wurde. Da sie schon im methodistischen Gesangbuch von 1969 als Zweitmelodie für die süddeutschen Gemeinden abgedruckt war, wurde sie ins jetzige Gesangbuch unter der Nummer 111 übernommen. 

Sie ist in der folgenden Aufnahme einer kleinen Kantate zu hören, die sowohl die Melodie von Harder als auch die von Schmidlin verarbeitet. Am besten hört man Schmidlins Melodie in der zweiten Strophe in den Männerstimmen:

Vor 1969 war in den deutschsprachigen methodistischen Gesangbüchern seit 1868 eine von Ernst Gebhardt (1832-1899) komponierte Melodie in Gebrauch, die ihre Verwandtschaft mit der Melodie von Harder nicht verleugnen kann.

Die Herausgeber des Evangelischen Kirchengesangbuches (EKG von 1953) taten sich schwer mit Harders volkstümlicher Melodie. Sie wiesen dem Lied eine Melodie zu, die aus dem 16. Jahrhundert stammt und geistlich erstmals um 1555 in Nürnberg belegt ist.

Hier wird diese Melodie von Stimmen aus dem Thomanerchor gesungen, während der ganze Text von Otto Sander gelesen wird. Die Orgel intoniert zu Beginn jedoch Harders Melodie:

Dass gerade die Organist*innen ihre wahre Freude an Harders Melodie haben, ist in dieser Improvisation zu hören. Die bildhaften Strophen der ersten Liedhälfte wirken sehr inspirierend und lassen auch Tiere erklingen, die nicht im Text genannt werden:

Inzwischen hat sich Harders Melodie im gesamten deutschen Sprachraum durchgesetzt. Allerdings ist das Lied weitestgehend auf den Raum der evangelischen Gesangbücher begrenzt geblieben. Auf katholischer Seite ist es jetzt erstmals im diözesanen Anhang zum Gotteslob 2 vom Bistum Osnabrück zu finden:

Auch im musikpädagogischen Bereich wird das Lied gerne eingesetzt. Die Braunschweiger Domsingschule hat während der Corona-Zeit eine Version für alle Schwierigkeitsgrade aufgenommen. Bitte das Video zu Ende schauen, gerade die Jüngsten haben sich besonders Mühe gegeben:

Pastorin Esther Handschin

Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay.