• Lieder aus dem Gesangbuch der EmK (EM) bzw. Himmelweit (HW).
  • Grau hinterlegte Textangaben können durch anklicken eingeblendet werden. Alternativ kann die eigene Bibel verwendet werden.

Für den heutigen Sonntag gibt es 2 Predigten zum Lesen/ Ausdrucken:


Gottesdienstliturgie

Die Liturgie für den heutigen Gottesdienst stammt von Lokalpastor Frank Moritz-Jauk aus Graz (außer wo anders gekennzeichnet):

Eingangsmusik

Begrüßung und Einführung zum Gottesdienst

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Einen herzlichen Gruß zum heutigen Gottesdienst, den wir jetzt gemeinsam feiern wollen.Jesus hat ausdrücklich betont, dass wo zwei oder drei in seinem Namen beisammen sind, dass er selbst dann mitten unter ihnen sein wird. Das ist eine glasklare Zusage.Und wenn du allein bist, dann bist du mit Jesus schon wieder zwei und ihr seid nicht allein.

Als evangelisch-methodistische Kirche haben wir uns freiwillig für eine absehbare Zeit von vier Sonntagen für einen Verzicht der Präsenzgottesdienste entschieden. 

Wir erachten es als unerlässlichen Akt der Solidarität, diesen gemeinsamen, gesellschaftlichen Kraftakt zur Senkung der Infektionszahlen mitzutragen.

Und einen unübersehbaren Pluspunkt haben die Gottesdienste zu Hause und der ist, dass ihr alle endlich wieder einmal frei und aus vollem Halse, mit Freude und gefüllten Lungen, mit Glanz in den Augen und ohne Maske, singen könnt.Ob ihr dazu sitzen bleibt oder so wie in der Kirche aufsteht spielt keine Rolle, lasst uns jetzt gemeinsam Lied 619 singen.

Lied EM 619, 1-3 „Auf und macht die Herzen weit“

Eingangsgebet

Guter Gott, der du uns als Vater begegnest und uns Trost und Sicherheit gibst, wir bitten dich, dass wir uns jetzt auf deine Anwesenheit einlassen können. Du bist da, ganz da, weil du es versprochen hast. Aber in uns gibt es soviele unerledigte Dinge, Sorgen und Überlegungen, begründete und unbegründete Ängste, die uns festhalten wollen. Befreie uns davon Gott, darum bitten wir dich jetzt. Der Gottesdienst als Geschenk an uns soll uns neue Kraft geben und deine Fürsorge wollen wir neu erfahren.

Guter Gott, der du uns in Jesus vorlebst, wie wir einander lieben können, wir danken dir für die vielen biblischen Geschichten, die auch heute noch ganz direkt in unseren Alltag hineinsprechen. Jesus, du bist unser Vorbild aber auch derjenige, dem wir unsere Abgründe zeigen dürfen. Wir bekennen Jesus, dass wir mit Masken leben und uns oft so schwer tun, einander zu verzeihen. Mein ganz persönliches Unheil bringe ich dir Jesus und bitte um Verzeihung. Du bist meine Hoffnung und kannst meine Schuld vergeben. In dieser Bewegung – hin zu dir – will ich sein und bleiben.

Guter Gott, der du uns als heilige Geistkraft begleitest, du gibst uns neue Kraft. Jeder neue Anfang liegt in dir und ohne dich können wir uns nicht verändern. Wir danken dir für jedes gefundene und gute Wort, dass wir aussprechen durften, um unsere Nächste und unseren Nächsten aufzubauen. Für jedes gefundene und gute Wort mit dem wir deine Liebe weitergeben konnten. Für jedes gefundene und gute Wort mit dem etwas heil wurde oder wachsen konnte.

Dreieiniger Gott, es tut unendlich gut, dein Kind sein zu dürfen. Hab Dank dafür! Und nimm unseren Dank und unsere Anbetung gnädig an. Amen

Wir sprechen das Apostolische Glaubensbekenntnis / EM 769

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Musikstück

+ Psalm 40

1Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien.
3Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm,
und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann;
4er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott.
Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den HERRN hoffen.
5Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN
und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen
und denen, die mit Lügen umgehen!
6HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder
und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich!
Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind.
7Schlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht,
aber die Ohren hast du mir aufgetan.
Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.
8Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben:
9Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern,
und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.
10Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde.
Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen; HERR, das weißt du.
11Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen;
von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich.
Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.
12Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden;
lass deine Güte und Treue allewege mich behüten.
13Denn es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl.
Meine Sünden haben mich ereilt; ich kann sie nicht überblicken.
Ihrer sind mehr als Haare auf meinem Haupt,
und mein Mut hat mich verlassen.
14Lass dir’s gefallen, HERR, mich zu erretten; eile, HERR, mir zu helfen!
15Schämen sollen sich und allesamt zuschanden werden,
die mir nach dem Leben trachten, dass sie mich umbringen.
Es sollen zurückweichen und zuschanden werden,
die mir mein Unglück gönnen.
16Sie sollen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da!
17Lass deiner sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen;
und die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hochgelobt!
18Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich.
Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, säume doch nicht!

Lied HW 6 „Keiner ist wie du / There is None like You…“

+ Lesung Matthäus 25, 1-13

1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.
2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit.
4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.
5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!
7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig.
8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen.
9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst.
10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.
11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!
12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

Lied HW 163 „Du hast Erbarmen“

An dieser Stelle wird Superintendent Stefan Schröckenfuchs im Online-Gottesdienst predigen
https://blog.emk.at/wp-content/uploads/2020/11/Predigt-St.-Schröckenfuchs-Psalm-40.pdf

+ Fürbitten

Die Fürbitten an dieser Stelle sind dem ökumenischen Friedensgebet in Salzburg vom 3.11.2020 entnommen (Erzbischof Lackner/ Faulhaber).
Im Zoom-Gottesdienst werden andere Fürbitten gehalten.

Gott, Unser Vater, Gewalt und Terror sind in der vergangenen Woche in unseren Alltag gedrungen. Wir bitten dich um Frieden und Versöhnung zwischen verfeindeten Völkern und Volksgruppen, zwischen Religionen und Weltanschauungen, zwischen Armen und Reichen.

Gott, Unser Vater, wir bitten dich für alle, die durch Gewalt oder Terror einen lieben Menschen verloren haben. Tröste sie in ihrem Leid und gebiete der Vergeltung Einhalt.

Gott, Unser Vater, wir bitten dich für alle, die Krieg, Gewalt und Terror über andere Menschen bringen. Schenke Einsicht und Umkehr, damit Wege des Friedens gelingen.

Gott, Unser Vater, hilf allen Menschen, nicht nachzulassen im Einsatz für Frieden und Versöhnung, um Mut zur Verständigung, um Kraft und Ausdauer.

Gott, Unser Vater, wir bitten dich für diejenigen, die in dieser Woche ihr Leben lassen mussten. Nimm sie auf und lass sie in dir geborgen sein.

Herr Jesus Christus, du bist unser Friede.
Du führst zusammen, was getrennt ist.
Du bringst uns Vergebung.
Du zeigst Wege der Versöhnung.
Du rufst alle Menschen auf, dir zu folgen.
Stärke uns, durch deinen Geist. Amen.

+ Kollekte

Die Kollekten sind auch in dieser Zeit der virtuellen Gemeinschaft weiterhin wichtig. Sie können an das Konto der jeweiligen Gemeinde überwiesen werden; oder mit den Pastor*innen/ Kassier*innen kann auch eine andere Form der Kollekten-Gabe vereinbart werden. Herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Gemeindearbeit auch in dieser Zeit!

+ Dankgebet

Ja, danke Gott, dass wir in den Nöten unseres Lebens auf dich schauen können und mit den Psalmisten bekennen: Du bist unsere Hoffnung.
Auch wenn es rund um uns finster wird, so bleibst du doch der Hoffnungsstrahl an dem wir festhalten wollen.
Danke, dass auch in unserem Leben sichtbar geworden ist, wovon du uns errettet hast.
Danke, dass wir wieder neu erinnert werden und wieder neu tun wollen, was dir gefällt.
Amen

+ Segen

Gott segne uns!
Gott stelle unsere Füße auf den festen, tragfähigen Grund der Hoffnung
Und erhalte in uns die Sehnsucht, auf dein errettendes Eingreifen.
Gott säume nicht!
Amen

Lied EM 393, 1 „Stellst unsere Füße, Gott, auf weiten Raum…“

Musik


Die Lesungen sind der Luther Bibel entnommen, revidiert 2017, (2016) Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart