• Lieder aus dem Gesangbuch der EmK (EM) bzw. Himmelweit (HW).
  • Grau hinterlegte Textangaben können durch anklicken eingeblendet werden. Alternativ kann die eigene Bibel verwendet werden.

Für den heutigen Sonntag gibt es zwei Predigten zum Lesen/ Ausdrucken.
Die Liturgie ist in Verbindung mit der Predigt von Ute Frühwirth.


Gottesdienstliturgie

Die Liturgie für den heutigen Gottesdienst stammt von Lokalpastor Frank Moritz-Jauk:

Ankommen: Gott bringt uns zusammen

Eingangsmusik

Begrüßung und Einführung zum Gottesdienst

Einen herzlichen Gruß zum heutigen Sonntag!

Alle die beim gestrigen Adventgottesdienst nicht dabei waren, haben entweder etwas Wunderschönes verpasst oder etwas Anderes Wunderschönes gemacht.
Es war, wie erhofft, ein starkes Zeichen im Advent.
Und was die Pandemie betrifft wiederhole ich gerne, was ich gestern gesagt habe: Eine Pandemie ist keine Katastrophe.
Sie kann zur Katastrophe werden, wenn wir uns vollständig von ihr einnehmen lassen. Wenn wir ihr nichts entgegenhalten.
Das sei ferne, würde uns Paulus in der in die Jahre gekommenen Sprache der alten Lutherübersetzungen entgegen schleudern.
Und deswegen feiern wir Gottesdienst.
Wir lassen uns hineinnehmen in den Reichtum, den Gott uns immer wieder schenkt, indem er uns begegnet.
Er tut es verlässlich.
Und so auch heute, da wo wir sind, jetzt zu dieser Zeit und Stunde.

Lied EM 138 „Komm, du lang ersehnter Jesus…“

Eingangsgebet

Guter Gott, wir danken dir für diesen Gottesdienst, den wir trotz aller Einschränkungen auch wieder in unseren Kirchen feiern dürfen. Natürlich vermissen wir den gemeinsamen, fröhlichen oder feierlichen Gesang. Besonders der Lieder die wir nur einmal im Jahr singen und die unsere Erwartung, Hoffnung und Freude ausdrücken, dass du unter uns Menschen kommst, um uns zu erlösen. Hilf uns heute, nicht nur den Mangel, sondern auch die Fülle zu sehen. Du bist da und dich feiern wir in unserer Mitte. 

Jesus, dieses Jahr sind wir vor viel Weihnachtskitsch bewahrt worden. Wir bitten dich, dass wir unsere Zurückgezogenheit gut nutzen können, um dich zu suchen und uns auf dein Kommen vorzubereiten. Hilf uns, dich im Gebet und in den vertrauten Ritualen zu finden, um so etwas von der großen Freude und Dankbarkeit zu erfahren, die du uns geschenkt hast. Du hast uns gerettet aus unserer Gottesferne und an dich können wir glauben. Du hast das Tor oder die Tür zum Himmel aufgerissen, das Schloss und den Riegel weggeliebt. Wir loben und preisen dich, Jesus!

Heilige Geistkraft, wir bitten, ziehe uns immer wieder und beständig in die Nähe und in die Gemeinschaft mit dir unserem Gott. Vieles will uns festhalten oder ablenken aber deinen Ruf hören wir immer wieder und sei er auch noch so sanft. Sanft und zärtlich ist dein Ruf aber er dringt immer wieder zu uns durch und dafür sind wir sehr, sehr dankbar.

Dreieiniger Gott, schön ist es, auf deinen Wegen zu wandeln und deinen Geboten zu folgen. Die sei die Ehre, jetzt und in Ewigkeit.

Amen

+ Psalm 126

Damit hat niemand mehr gerechnet.
Wir hatten uns abgefunden mit den Tatsachen,
mit den eindeutigen politischen Gegebenheiten.
Da war nichts mehr zu machen,
wir waren in der Fremde
und würden es bleiben,
die Heimat für immer verloren,
wir hatten uns hier eingerichtet.
Das Leben muss doch weitergehen.
Und dann – damit hat niemand mehr gerechnet,
von höchster Stelle verlautbart,
hatten wir wirklich richtig gehört,
da war doch von Heimkehr die Rede.
Lag da nicht doch eine Täuschung vor?
Heimkehr nach fast 50 Jahren Fremde,
nach so vielen Jahren vergeblichen Hoffens.
Wir, die Juden, dürfen heim in unser Land,
wahrhaftig, ein Traum wurde wahr,
es war beinahe zuviel der Freude.
Was war das für ein Lachen, ein solch befreiendes Lachen….
Das wir dazu noch fähig waren, nach so vielen Jahren der Trauer.
Alle sagten es, spürten es:
Er hat uns nicht vergessen.
Er hat an uns gedacht.
Er hat es getan.

Lied EM 161, 3. Strophe „Wir sagen euch an, den lieben Advent…“

Hören: Gott spricht zu uns

+ 1. Thessalonicherbrief 5, 16-24

»Freut euch, was auch immer geschieht! Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen! Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.
Legt dem Wirken des Heiligen Geistes nichts in den Weg! Geht nicht geringschätzig über prophetische Aussagen hinweg, sondern prüft alles. Was gut ist, das nehmt an. Aber was böse ist, darauf lasst euch nicht ein, in welcher Gestalt auch immer es an euch herantritt.
Gott selbst, der Gott des Friedens, helfe euch, ein durch und durch geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre euer ganzes ´Wesen` – Geist, Seele und Leib – , damit, wenn Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt, nichts an euch ist, was Tadel verdient. Der, der euch beruft, ist treu; er wird euch ans Ziel bringen.«

Lied Himmelweit 36 „Freude…“

+ Lesung Johannes 1, 6-8 und 19-28

In diesem Buch ist aufgeschrieben, wie die Gute Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, ihren Anfang nahm:
Nun trat ein Mensch auf; er war von Gott gesandt und hieß Johannes. Er kam als Zeuge; sein Auftrag war es, als Zeuge auf das Licht hinzuweisen, damit durch ihn alle daran glauben.

In welcher Weise Johannes auf ihn hinwies, macht folgende Begebenheit deutlich: Die führenden Männer des jüdischen Volkes schickten aus Jerusalem Priester und Leviten zu Johannes und ließen ihn fragen, wer er selbst eigentlich sei.  Johannes wies alle falschen Vorstellungen zurück; unmissverständlich erklärte er: »Ich bin nicht der Messias.« – »Wer bist du dann?«, wollten sie wissen. »Bist du Elia?« – »Nein«, antwortete er, »der bin ich nicht.« – »Bist du der Prophet, ´der kommen soll? »Nein«, erwiderte er. Da sagten sie zu ihm: »Wer bist du denn? Wir müssen doch denen, die uns geschickt haben, eine Antwort geben. Was sagst du selbst, wer du bist?« Johannes antwortete: »Ich bin, wie der Prophet Jesaja gesagt hat, ›eine Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn! Es waren auch Abgesandte der Pharisäer gekommen. Sie fragten ihn: »Wenn du weder der Messias bist noch Elia, noch der ´verheißene` Prophet, warum taufst du dann?« –  »Ich taufe mit Wasser«, erwiderte Johannes. »Aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt.  Es ist der, der nach mir kommt. Ich bin nicht einmal würdig, ihm die Riemen seiner Sandalen zu öffnen.« Diese Begebenheit spielte sich in Betanien ab, einer Ortschaft auf der Ostseite des Jordans, wo Johannes taufte.

Lied 152 „Tochter Zion, freue dich…“

Predigt Esther Handschin oder Ute Frühwirth

Teilen: Gott verbindet uns miteinander

+ Fürbitten & Vater Unser
zwischen den Fürbitten Lied 452

Herr wir bitten, dass der Advent zu uns kommt und dass wir im Advent ankommen. Dass wir wirklich etwas spüren von dieser übergroßen Freude und dieser alles verändernden Hoffnung, die mit Jesus in diese Welt kommt. Wir bitten, dass wir trotz aller Selbstisolation einander zugewandt bleiben. Dass wir fragen, was unsere Nächste und unser Nächster braucht. Das wir bereit sind, füreinander da zu sein.

Kyrie, Kyrie eleison, Kyrie, Kyrie eleison.

Guter Gott, durch die Verteilung des neuen Impfstoffes wird uns wieder schmerzhaft vor Augen geführt, wie ungerecht die Welt ist, in der wir leben. Wir nehmen wahr, wie die armen Länder benachteiligt werden und wie der Egoismus offenkundig wird. Wir bitten dich: Du kannst helfen und retten, trotz aller menschlicher Ungerechtigkeit. Vor dir sind die Nöte der Ärmsten nicht verborgen, bitte sei du ihr Beschützer und Bewahrer. Wir bitten auch, dass du uns bereit machst, das uns Mögliche zu tun. Gib dass wir nicht verzagen auch wenn es unseren Geldbeutel betrifft. Mach uns großzügig und barmherzig, so wie wir es bei dir sehen und erleben.

Kyrie, Kyrie eleison, Kyrie, Kyrie eleison.

Herr wir bitten dich heute besonders für die Kinder und Jugendlichen, die in dieser Pandemie so anders leben müssen, als sie es gewohnt sind. Du siehst, wie sie zurück geworfen werden in ihre Familien und wie sehr sie ihre Freundinnen und Freunde vermissen. Du siehst auch die Schwierigkeiten, die sie mit dem distance learning haben. Wir bitten dich: Sei ihnen nahe und hilf ihnen, diese Zeit gut zu überstehen. Schenke du, dass sie das Gute das sie lernen behalten, und das Schlechte bald vergessen. Gewähre du ihnen Ausdauer, Kraft und Beharrlichkeit in dieser schwierigen Zeit.

Kyrie, Kyrie eleison, Kyrie, Kyrie eleison.

Guter Gott mit unserer letzten Bitte bringen wir dir unsere Welt und legen sie dir zu Füßen. Du siehst die Kriege, die Flüchtlingsströme, die Naturkatastrophen, die Waldbrände und den Hunger der Ärmsten. Alles Geschehnisse, die uns als einzelnen Menschen überfordern und uns zu groß erscheinen, als dass wir damit umgehen könnten, mit diesem zum Himmel schreienden Elend und dieser gewaltigen Not. Erbarme dich unser, du Allerhöchster, darum bitten wir dich. Lass uns darauf vertrauen, dass deine Wege nicht unsere Wege sind und dass du es bist, der helfen und erretten kann. Du bist unser Trost und unsere Zuflucht.
Amen.

Kyrie, Kyrie eleison, Kyrie, Kyrie eleison.

+ Kollekte

Die Kollekten sind auch in dieser Zeit der virtuellen Gemeinschaft wichtig.
Sie können an das Konto der jeweiligen Gemeinde überwiesen werden; oder mit den Pastor*innen/ Kassier*innen kann auch eine andere Form der Kollekten-Gabe vereinbart werden.
Herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Gemeindearbeit auch in dieser Zeit!

+ Dankgebet

Danke Gott, für alle Freude die du schenkst.
Dir wollen wir danken alle Zeit, denn du hast uns erlöst. Und dankbar nehmen wir wahr, was wir alles aus deiner gütigen Hand empfangen haben und von dem wir jetzt einen Teil weitergeben konnten.
Amen

Weitergehen: Gott segnet uns

+ Segen

Friede sei nun mit dir,
der du bittend vor Gott stehst,
denn mit Händen voller Segen,
kommt Christus dir entgegen,
um dich reichlich zu beschenken,
Er tut es mit jedem Menschen
der um seinen Segen fleht.
Amen

Lied 144 „O komm, o komm, du Morgenstern…“


Die Lesungen sind aus der „Neuen Genfer Übersetzung“
Genfer Bibelgesellschaft 2018