• Lieder aus dem Gesangbuch der EmK (EM) bzw. Himmelweit (HW).
  • Grau hinterlegte Textangaben können durch anklicken eingeblendet werden. Alternativ kann die eigene Bibel verwendet werden.

Für den heutigen Sonntag gibt es zwei Predigten zum Lesen / Ausdrucken.
Die Liturgie ist in Verbindung mit der Predigt von Frank Moritz-Jauk.


Gottesdienstliturgie

Die Liturgie für den heutigen Gottesdienst stammt von Lokalpastor Frank Moritz-Jauk:

Ankommen: Gott bringt uns zusammen

Eingangsmusik

Begrüßung und Einführung zum Gottesdienst

Liebe Feiernden, einen herzlichen Gruß mit dem heutigen Hausgottesdienst!
Unfassbar, aber über-, über- übermorgen ist Weihnachten!
Und heute zünden wir die letzte Kerze am Adventkranz an.
Damit geht eine lange Vorbereitungszeit zu Ende, die dieses Jahr etwas ruhiger war als in den vergangenen Jahren.
Ich weiß nicht, wie ihr das erlebt habt, aber durch dieses social distancing, home office und home schooling – interessant, was wir alles auf englisch dazu gelernt haben – war bei mir zumindest wesentlich weniger Trubel als noch 2019.
Klar gibt es eine Menge Dinge die trotzdem getan werden müssen aber es ist viel weniger Bewegung in dem Ganzen.
Fast zuwenig Bewegung muss ich zugeben, denn durch den jetzt schon tagelang andauernden Hochnebel gekoppelt mit tauendem Schnee – sprich nass und glitschig – muss man sich schon überwinden zum frische Luft schnappen.
Mal schauen, ob wir die ersten Sonnentage dann wieder klassisch zu Weihnachten haben.
Jetzt jedenfalls wollen wir uns Einlassen auf Gottes Gegenwart mitten unter uns und beginnen mit dem ersten Lied: Es kommt ein Schiff geladen, die ersten drei Strophen.

Lied EM 140, 1-3 „Es kommt ein Schiff geladen…“

Eingangsgebet

Guter Gott, wir danken für diesen neuen Tag, diesen neuen Morgen und diesen Adventgottesdienst. Du hast uns gerufen und deinem Ruf sind wir gefolgt und sind jetzt da. Hilf uns Gott, anzukommen. Anzukommen und die Erfordernisse unseres Alltags hinter uns zu lassen. Damit wir fähig werden zu hören, zu spüren und zu erfahren, wie du uns beschenken möchtest. Lass uns also die Hände öffnen, die Ohren spitzen und das Herz weit machen, damit wir zu Empfangenden werden. Offen für deine gute Botschaft und deine Gegenwart, die du uns verheißen hast.

Jesus, dass du Mensch geworden bist ist ein Wunder vor unseren Augen. Dass du bereit warst, dich dem menschlichen Alltag , den Sorgen, Nöten und Gefahren auszuliefern, das alles zeigt deine Liebe zu uns. Jesus, du ringst um unser Leben. Wir sind dir so unendlich wichtig. Dein Kommen zeigt das. Und du warst bereit, dafür auch den Tod auf dich zu nehmen. Vergib uns, dass wir oft versucht sind, damit leichtfertig umzugehen. Diese Liebestat nicht in Ehren zu halten. Du bist unser Erlöser und wirst es immer bleiben. Dafür danken wir dir!

Heilige Geistkraft du siehst unsere Zeit und Tage, du kennst alle unsere Gedanken und begleitest uns durch alle Höhen und Tiefen unseres Lebens. Wir bitten dich, dass wir immer öfter bereit werden inne zu halten und zu hören. Inne zu halten um zu fragen. Inne zu halten um unserem dreieinigen Gott die Ehre zu geben. Die Ehre zu geben, nicht nur durch Anbetung, sondern auch durch barmherzige Taten der Liebe. Dir dreieiniger Gott werfen wir uns erneut in die Arme. Dir sei Preis und Ehre jetzt und in Ewigkeit.

Amen

+ Nizänisches Glaubensbekenntnis

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen

Lied EM 161, 4. Strophe „Wir sagen euch an, den lieben Advent…“

Hören: Gott spricht zu uns

+ 1. Lesung Römerbrief 16, 25-27

»Dem Gott, der die Macht hat, euch in eurem Glauben zu festigen durch das Evangelium, die Botschaft von Jesus Christus, die mir anvertraut ist,
dem Gott, der uns in dieser Botschaft seinen Plan mitgeteilt hat, ein seit undenklicken Zeiten verborgen gehaltenes Geheimnis,
dem ewigen Gott, der dieses Geheimnis jetzt enthüllt hat und in dessen Auftrag es anhand der prophetischen Worte der Schrift allen Völkern bekannt gemacht worden ist, damit sie das Evangelium annehmen und an Jesus glauben –
diesem Gott, der allein weise ist und den wir durch Jesus Christus ´preisen`, gebührt die Ehre für immer und ewig.
Amen.«

Lied 147, 1,2,4 „Wie soll ich dich empfangen und wie begegnen dir…“

+ 2. Lesung Lukas 1, 26-38

Als Elisabeth im sechsten Monat schwanger war, sandte Gott den Engel Gabriel zu einer unverheirateten jungen Frau, die in Nazaret, einer Stadt in Galiläa, wohnte. Sie hieß Maria und war mit Josef, einem Mann aus dem Haus Davids, verlobt. Maria war noch unberührt. »Sei gegrüßt, dir ist eine hohe Gnade zuteil geworden!«, sagte Gabriel zu ihr, als er hereinkam. »Der Herr ist mit dir.«  
Maria erschrak zutiefst, als sie so angesprochen wurde, und fragte sich, was dieser Gruß zu bedeuten habe.  Da sagte der Engel zu ihr: »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden.  Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen; dem sollst du den Namen Jesus geben.  Er wird groß sein und wird ›Sohn des Höchsten‹ genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Stammvaters David geben.  Er wird für immer über die Nachkommen Jakobs herrschen, und seine Herrschaft wird niemals aufhören.«  
»Wie soll das zugehen?«, fragte Maria den Engel. »Ich bin doch noch gar nicht verheiratet!«  
Er gab ihr zur Antwort: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Gottes Sohn genannt werden.«  Und er fügte hinzu: »Auch Elisabeth, deine Verwandte, ist schwanger und wird noch in ihrem Alter einen Sohn bekommen. Von ihr hieß es, sie sei unfruchtbar, und jetzt ist sie im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.«  
Da sagte Maria: »Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.« Hierauf verließ sie der Engel.

Lied 132 „Frau in kalter Nacht..“

Predigt Frank Moritz-Jauk oder Dorothee Büürma

Teilen: Gott verbindet uns miteinander

+ Fürbitten & Vater Unser
zwischen den Fürbitten Lied 50 aus dem Himmelweit

Gott, dieser Tage startet die Diakonie eine Kampagne zur Evakuierung der Flüchtlinge aus den griechischen Lagern. Wir rufen nicht, sondern schreien zu dir, dass du die Herzen der verantwortlichen Politiker änderst. Dir o Gott, ist nichts unmöglich, so hat es der Engel Gabriel gesagt. Dein starker Arm kann retten, dass hast du verheißen. Und so bitten wir dich:
Herr, nimm dich dieser geschundenen Menschen an! Hilf ihnen!
Hilf ihnen heraus aus diesem Elend aus überfluteten Lagern, fehlenden Sanitäreinrichtungen, der Kälte, der Rattenplage und diesem menschenverachtendem Zustand. Wir rufen zu dir und flehen dich an.

Kyrie. Tempiedade de nos o Senhor. Eleison.

Jesus, wir bitten dich, dass wir unsere Nächste und unseren Nächsten erkennen, wenn wir ihnen begegnen. Lass nicht zu, dass wir sie oder ihn übersehen. Dass wir achtlos an ihnen vorbei gehen, weil wir nur auf uns und unsere Angelegenheiten schauen. Mach uns bereit, dass zu tun, was wir tun können und erspare uns die Ausreden, die wir für uns selbst suchen. Von dir erwarten wir die Kraft um dienen zu können und bitten dich, dass wir unsere Möglichkeiten für eine gerechtere Welt einsetzen.

Kyrie. Tempiedade de nos o Senhor. Eleison.

Herr wir bitten dich heute für alle alleinerziehenden Mütter und Väter unter uns und in der ganzen Welt: Schenke ihnen Kraft und Ausdauer, um die Anstrengungen und Strapazen in Form des „allein zuständig sein“ dem „nie eine Pause haben“ und dem „ich kann nicht mehr – woran soll ich mich festhalten“ zu bewältigen. Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, du kannst aufbauen und nähren, dir können wir alle unsere Sorgen und Nöte bringen, du bist die Quelle aus der wir Kraft schöpfen können. Gewähre diese Kraft, für die Mütter und Väter, darum bitten wir dich.

Kyrie. Tempiedade de nos o Senhor. Eleison.

+ Kollekte

Die Kollekten sind auch in dieser Zeit der virtuellen Gemeinschaft wichtig.
Sie können an das Konto der jeweiligen Gemeinde überwiesen werden; oder mit den Pastor*innen/ Kassier*innen kann auch eine andere Form der Kollekten-Gabe vereinbart werden.
Herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Gemeindearbeit auch in dieser Zeit!

+ Dankgebet

Danke Gott, dass wir schon bei Maria diese Hingabe wahrnehmen und erleben können, die ihren Höhepunkt in Jesus finden wird.
Danke, dass wir sehen können, was es bedeutet zu dienen und an deinen Plänen mit zu tun.
Danke, dass wir alles was wir haben aus deinen uns gewogenen Händen empfangen.
Amen

Weitergehen: Gott segnet uns

+ Segen

Gott segne euch,
wie Maria!
Gott schenke euch,
dass ihr eure Antwort findet auf seine übergroße Liebe.
Gott ermögliche euch,
euren Weg zu erkennen, wo ihr gebraucht werdet.
Amen

Lied 156 „Ihren Erlöser, erwartet alle Welt…“


Die Lesungen sind aus der „Neuen Genfer Übersetzung“
Genfer Bibelgesellschaft 2018