• Lieder aus dem Gesangbuch der EmK (EM) bzw. Himmelweit (HW).
  • Grau hinterlegte Textangaben können durch anklicken eingeblendet werden. Alternativ kann die eigene Bibel verwendet werden.

Für den heutigen Sonntag gibt es 2 Predigten zum Lesen/ Ausdrucken:


Gottesdienstliturgie

Die Liturgievorschläge für den heutigen Sonntag werden auch im Zoom-Gottesdienst verwendet. Sie stammen von Laienprediger Emil Persson und Martha Zilka (EmK Wien Fünfhaus):

Ankommen: Gott bringt uns zusammen

Eingangsmusik

Begrüßung und Einführung zum Gottesdienst

Liebe Gemeinde,
ich möchte euch alle ganz herzlich begrüßen mit einem Bibelvers aus Matthäus 11, 28 „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“
Was für ein wunderbares Angebot, zu dem wir auch heute eingeladen sind!
Bei der Vorbereitung für diesen Sonntag habe ich immer wieder darüber nachgedacht, was das Wort Gottesdienst eigentlich bedeutet. Dienen wir Gott oder dient Gott uns? Der Satz: „Gottesdienst ist ein Dialog den Gott beginnt“, hat mich bei meinen Nachforschungen sehr angesprochen. Er ist für mich eine Aufforderung zur Beziehung mit ihm, zum Hören, zum Lernen und zum ihm begegnen. Ein Dialog ist nie einseitig, es ist ein Gespräch zwischen mindestens zwei Beteiligten und wir dürfen und können ihm antworten. Mit unseren Worten, in unseren Gedanken und Gebeten, unserem SIngen und unserem Leben. In diesem Sinne wünsche ich uns einen gesegneten Gottesdienst
Heute wird es eine Kindergeschichte mit Maja geben, die dazu extra aus Niederösterreich angereist ist und deswegen sind natürlich alle Kinder ganz besonders eingeladen, zuzuschauen und beim Kinderlied mitzumachen.
Und nun wollen wir diesen Gottesdienst feiern im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes,
Amen.

Lied HW 58 „Herr, ich komme zu Dir“

Eingangsgebet

Lebendiger Gott,
wir kommen nun zu Dir, am Anfang von diesem Gottesdienst. Wir danken Dir dafür, dass Du mitten unter uns bist. Du siehst die jetzige Situation mit der Pandemie. Du siehst unsere Ängste, unsere Fragen und unsere Mutlosigkeit. Wir legen alles in Deine liebenden Hände und bitten um Deine Hoffnung, Deine Kraft und Deine Zuversicht.
Liebender Gott, wir danken Dir für Deine Treue und Deine Zusage, dass Du immer bei uns bist. Du bist bei uns wenn wir es spüren und wahrnehmen können, aber ganz besonders dann, wenn die Unruhe in unseren Herzen oder der Stress im Alltag dazu führen, dass wir Dich und Deine Nähe nicht wahrnehmen können. Wir bitten Dich, hilf uns die vergangene Woche hinter uns zu lassen. Wir bitten um die Gnade, ganz hier zu sein. Ganz hier….. In Deiner heilenden Gegenwart…. Nur hier, damit wir Deine Kraft, Deine Nähe und Deine Liebe ganz konkret spüren, wahrnehmen und erfahren können. Wir legen unsere Sehnsucht nach Dir in Deine liebenden Hände und bitten um Deinen Segen über diesen Gottesdienst.
Amen

Lied EM 432 „Wir sind hier zusammen“

Hören: Gott spricht zu uns

Kinderlied: „Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig“

Einführung zu den Lesungen:

Liebe Gemeinde,
die Corona Krise bringt einiges aus der Reihe, und zwar schon seit langer Zeit. Ich hätte eigentlich am 15. November predigen sollen, aber wegen des Lockdowns wurde nichts daraus. Für heute will ich über den gleichen Bibeltext wie damals predigen. Es geht um die 5, 2 und 1 Talente. Um Geld und den Umgang damit. Im Online Gottesdienst Am 15. November hat Dorothee Büürma darüber gepredigt, und ihren Text kann man immer noch auf den EMK Blog finden. Ihre Deutung damals hat wahrscheinlich viele von uns überrascht. In der Predigt heute präsentiere ich eine andere Deutung, die vielleicht auch überraschend ist. Es geht hier nicht um richtig oder falsch, sondern im Grunde darum, dass Gott unendlich groß ist. Es gibt somit nicht ein einziges fertig gebautes Gedankenkonstrukt, das ihn fassen kann. Auch die Bibel präsentiert nicht ein logisch geschlossenes fertiges Bild von Gott, sondern einen Weg. Einen Weg, den wir gemeinsam gehen um nach Gott zu suchen und uns von ihm finden zu lassen. Allerdings verstellen uns Macht und Geld allzu leicht diesen Weg und wir und die Welt bleiben auf der Strecke. Darum soll es in der heutigen Predigt gehen, und wir werden zu einem Predigtnachgespräch dazu einladen. Hören wir nun den Bibeltext von den Talenten.

+ Lesung: Matthäus 25, 14-30:

»Es ist wie bei einem Mann, der verreisen wollte. Vorher rief er seine Diener zusammen und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente, einem anderen zwei Talente und dem dritten ein Talent – jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste der Mann ab.
Der Diener, der fünf Talente bekommen hatte, fing sofort an, mit dem Geld zu wirtschaften. Dabei gewann er noch einmal fünf Talente dazu. Genauso machte es der mit den zwei Talenten. Er gewann noch einmal zwei Talente dazu. Aber der Diener, der das eine Talent bekommen hatte, ging hin und grub ein Loch in die Erde. Dort versteckte er das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kam der Herr der drei Diener zurück und wollte mit ihnen abrechnen. Zuerst kam der Diener, der fünf Talente bekommen hatte. Er brachte die zusätzlichen fünf Talente mit und sagte: ›Herr, fünf Talente hast du mir gegeben. Sieh doch, ich habe noch einmal fünf dazugewonnen.‹ Sein Herr sagte zu ihm: ›Gut gemacht! Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen. Darum werde ich dir viel anvertrauen. Komm herein! Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein! ‹ Dann kam der Diener, der zwei Talente bekommen hatte. Er sagte: ›Herr, zwei Talente hast du mir gegeben. Sieh doch, ich habe noch einmal zwei dazugewonnen.‹ Da sagte sein Herr zu ihm: ›Gut gemacht! Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen. Darum werde ich dir viel anvertrauen. Komm herein! Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein.‹
Zum Schluss kam auch der Diener, der ein Talent bekommen hatte. Er sagte: ›Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät hast, und du sammelst ein, wo du nichts ausgeteilt hast.
Deshalb hatte ich Angst. Ich ging mit dem Geld weg und versteckte dein Talent in der Erde. Sieh doch, hier hast du dein Geld zurück!‹ Sein Herr antwortete ihm: ›Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nichts ausgeteilt habe! Dann hättest du mein Geld zur Bank bringen sollen. So hätte ich es bei meiner Rückkehr wenigstens mit Zinsen zurückbekommen. Nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer etwas hat, dem wird noch viel mehr gegeben – er wird mehr als genug bekommen. Doch wer nichts hat, dem wird auch das noch weggenommen, was er hat. Werft diesen nichtsnützigen Diener hinaus in die Finsternis draußen. Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern!‹«

Lesung: Matthäus 24, 45-51:

»Wer von euch ist der zuverlässige und kluge Diener? Ihm hat sein Herr den Auftrag gegeben, die übrigen Diener zu beaufsichtigen und sie zur rechten Zeit mit Essen zu versorgen. Glückselig ist er, wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht, dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.
Amen, das sage ich euch: Der Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen!
Wenn er aber ein schlechter Diener ist, sagt er sich: ›Mein Herr wird lange weg sein.‹ Er fängt an, die anderen Diener zu schlagen. Und mit Säufern wird er zum Essen und Trinken beisammen sein. Dann kommt sein Herr – an einem Tag, an dem der Diener es nicht erwartet, und zu einer Stunde, in der er nicht damit rechnet. Der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihn dorthin bringen lassen, wo die Scheinheiligen bestraft werden. Dort wird es Heulen und Zähneklappern geben!«

Lied HW 129 „Du bist meine Zuflucht“

+ Lesung: Matthäus 19, 23-26

Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Amen, das sage ich euch: Ein reicher Mensch hat es schwer, in das Himmelreich zu kommen. Auch sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt. «Als die Jünger das hörten, waren sie völlig bestürzt und fragten: »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?« Jesus sah sie an und sagte zu ihnen:» Für Menschen ist es unmöglich. Aber für Gott ist alles möglich.«

An dieser Stelle wird im Zoom-Gottesdienst die Predigt gehalten: https://blog.emk.at/wp-content/uploads/2021/01/Predigt_Talente.pdf

Lied: „Meine Hoffnung und meine Freude“ (x3)

Teilen: Gott verbindet uns miteinander

+ Zeit des Gebets mit „Wandle du mein Herz“
& Vater Unser

Guter Gott,
in der Predigt haben wir gehört, dass du uns etwas zutraust, dass du uns Verantwortung überträgst. Manchmal ist uns das vielleicht zu viel und macht uns Angst, aber du hast gesagt, wenn wir mit dir durch Leben gehen, dann dürfen wir auch diese Angst an dich abgeben.
Einerseits wünschen wir uns Erfolg im Leben und andererseits kann es ganz schnell geschehen, dass wir diesen Erfolg brauchen, um uns wertvoll zu fühlen. Ich bitte dich, lass uns unsere Ziele und Werte immer wieder neu überdenken und mit dir abgleichen, denn vieles, das uns so wichtig erscheint, ist nur Mittel zum Zweck und nicht der Zweck selber.
Ich bitte dich für jeden, der momentan keine Kraft hat, sich dir zuzuwenden, obwohl deine Gegenwart gerade das wäre, was helfen würde. Sei Du ihnen ganz besonders nahe!
Ich bitte dich für die Menschen, die sich wertlos und ungeliebt fühlen, für dich ist jeder Mensch wertvoll und liebenswert, bitte hilf uns, diese wunderbare Botschaft zu leben und weiterzuerzählen.
Ich bitte dich für alle, die sich von ihrer momentanen Lebenssituation überfordert fühlen und kein Licht am Ende des Tunnels sehen. Steh du ihnen bei! Du hast gesagt du bist das Licht, mach uns offen dafür, wo wir anderen eine Hilfe sein und Licht in ihren Alltag bringen können.
Ich bitte dich für alle Menschen, die Gewalt und Unterdrückung erleiden, gib ihnen Mut und Hoffnung und sei du an ihrer Seite.

Unser Vater im Himmel…

+ Kollekte

Wir haben heute in der Predigt viel über Geld und Umgang mit uns anvertrauten Gütern gehört. Daher komme ich nun zur Kollekte und bitte euch, wie immer, online zu überweisen oder das Geld zu sammeln, um es bei eurem nächsten Präsenzgottesdienst mitzubringen.
John Wesley hat übrigens zum Umgang mit Geld folgenden Satz geprägt:
Soviel wie möglich verdienen, soviel wie möglich sparen, soviel wie möglich geben.

+ Dankgebet

Wir wollen Gott danken
Lieber Vater im Himmel, danke für alles, was jetzt gegeben wurde.
Wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen und werden sie auch ohne Besitz verlassen. Wir wohnen in einem Land, in dem wir viel mehr haben als der Großteil der Weltbevölkerung. Ich bitte dich, hilf uns dabei, verantwortungsbewusst und in deinem Sinn mit all den Dingen umzugehen, über die wir momentan entscheiden können. Danke, dass wir mit unserem Geld, unserer Zeit, unserem offenen Ohr, unserer helfenden Hand und noch so vielem mehr deine Liebe praktisch erfahrbar machen können. Immer wieder dürfen wir erleben, wie sehr du uns liebst, dafür danken wir dir. Amen

Weitergehen: Gott segnet uns

Lied HW 143: „Sei behütet“

+ Segen

Mitten in den Irrungen und Wirrungen des Lebens sind wir nicht allein. Wenn wir auf der Suche danach sind, was wir tun oder nicht tun sollen ist Gott immer an unserer Seite. In seiner Kraft können wir immer wieder das Leben neu wagen. Durch seine Liebe werden wir dazu befähigt, mit unserem Geld und unseren Begabungen Gutes zu tun. Für uns selber, für unsere Mitmenschen und für diese Welt. In seiner Gegenwart ist Segen für jede und jeden von uns und für die ganze Welt.

Stellen wir uns unter den Segen Gottes.
Gott stärke, was in Dir wachsen will.
Gott schütze, was Dich lebendig macht.
Gott behüte, was Du weitergibst.
Gott bewahre, was Du freigibst.
Gott segne Dich und behüte Dich.
Amen

Musik


Die Lesungen sind der Basis Bibel entnommen:
BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, 2012